Die Geschichte des Kaffees

Aktualisiert: 24. Juni

Teil 1




Seit die Welt besteht gibt es Kaffee


Sind die Ursprünge der Kaffeepflanze in grauer Vorzeit zu suchen, nämlich vor einigen Millionen Jahren, so ist die Entdeckung ihrer Vorzüge mit einer Legende, oder besser mit Legenden verbunden.

Es ist in der Tat nicht einfach herauszufinden, ob der Kaffee schon zu Zeiten Nebukardnetzer (Könige von Babel, ca. 1100 v. Chr.)

schon bekannt war, oder ob Mohammed (Religionsstifter und Prophet, ab 530 n. Chr.) ihn als erster schätzte.

Ob der Kaffee als Stärkungsmittel mit seiner anregende Wirkung vielleicht von Kalid, einem Ziegenhirten der äthiopischen Hochebene entdeckt wurde, als dieser bemerkte, dass seine Schafe nach dem Verzehr bestimmter Beeren außergewöhnlich lebhaft waren.

Nur in einem sind sich die Forscher einig, nämlich in Bezug auf den Ursprungsort, die abesinische Region Kaffa.


Kalid der Ziegenhirte und seine ernergetisierten, coffeeinierten Ziegen
Kalid der Ziegenhirte und seine energetisierten, coffeeinierten Ziegen

Afrika ist die Wiege der Menschheit und des Kaffees


Doch aufgepasst, trotz des Gleichklanges war es nicht dieser Ort, der der Pflanze und dem Getränk seinen Namen gab.

Der Namen hat seinen Ursprung im arabischen Wort „qawah“ was soviel heißt, wie „aus Pflanzen gebrautes Getränk“.

Aufgrund seiner Eigenschaften verbreitete sich der Kaffee schnell in der Region und der islamischen Kultur, wo er jedoch auf eine etwas andere Weise getrunken wurde als heute.

Zunächst verzehrten die Nomaden die ganze Frucht der Pflanze, einer roten Kirsche ähnliche Beere. Später gingen Sie dazu über die Kerne auszulösen, zu mahlen und mit tierischem Fett zu verkneten. Solche „Energiebällchen“ dienten als Muntermacher bei langen Wanderungen und beim Viehhüten.

Um 1000 n. Chr. begann man damit die grünen Kerne, zur Herstellung eines Getränks, in Wasser zu kochen und erst nach weiteren drei Jahrhunderten entwickelte man das Verfahren des Röstens und Mahlens.

Von dort gelangte der Kaffee, vermutlich durch arabische Sklavenhändler, über den jemenitischen Hafen Mocha nach Arabien und später auch Europa.



Kaffeehändler Yemen
Kaffeehändler Yemen

Kaffee und sein Weg nach Europa


Ein Grund für die schnelle Verbreitung von KaffeSeinen ersten großen Erfolg feierte der Kaffee in Europa jedoch erst, nach einer großen Niederlage der türkischen Truppen bei der Belagerung Wiens im Jahre 1683.

Die Türken zogen sich geschlagen zurück und hinterließen in Ihrem Lager große Mengen an Kaffee.

Und so geschah es, dass die Österreicher in den Genuss dieses wohl duftenden Getränks kamen und erste Kaffeehäuser eröffneten, in denen Kaffee und Kipferl, ein halbmondförmiges Gebäck, serviert wurden, um den Sieg über die türkischen Invasoren zu feiern.

Die europäischen Nachfolger der „qahweh khaneh“ genannten, antiken arabischen Kaffeehäuser, in denen Kaffee und andere Getränke sowie Gebäck serviert wurden, sind seit dem 18. Jahrhundert weit verbreitet. Hier muss neben Wien und Paris die Vorreiterrolle Venedigs erwähnt werden, wo das Caffe Florian und das Caffe Quadri heute noch Zeugnis des alten Glanzes ablegen, über zwei Jahrhunderte Erfolg, in einer Kunst, nämlich der des KAFFEES, die keinen Niedergang kennt.e unter den arabischen Völkern war religiöser Natur.

Der Genuss von Wein und alkoholischen Getränken, war im Koran strengstens untersagt und Kaffee mit seiner anregenden Wirkung wurde sehr viel getrunken. Die gesamte moslemische Welt verfiel bis zum 17. Jahrhundert dem „Wein des Islam“.

Über die Türken lernten auch die Europäer den Kaffee kennen. Händler importierten Kaffee über die Häfen von Marseille und Venedig in den europäischen Mittelmeerraum.

1624 trafen die ersten Schiffsladungen hier ein.


Kupferstich von Pierre van der Aa in Leiden, 1748, Zeigt die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer, von wo der ursprünglich aus Äthiopien stammende Kaffee der Sorte Coffea arabica in alle Welt verschifft wurde.
Kupferstich von Pierre van der Aa in Leiden, 1748, Zeigt die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer, von wo der ursprünglich aus Äthiopien stammende Kaffee der Sorte Coffea arabica in alle Welt verschifft wurde.

Alle Kolonialmächte waren am Kaffee interessiert, seit sich Kaffee als Genussmittel ausbreitete. Doch seinen Siegeszug um die Welt begann er in Holland. 1616 gelang es den Holländern Kaffeesetzlinge aus dem Jemen nach Amsterdam zu Schmuggeln. So gelangte Holland als erste Nation in Europa in den Besitz von keimfähigen Kaffeebohnen.

Zuvor wurden von den Händlern in Mocha vor dem Verkauf die Kaffeebohnen mit kochendem Wasser übergossen, um sie keimungsunfähig zu machen und ihnen das Kaffeemonopol zu bewahren.


Botaniker und Gärtner arbeiteten in holländischen Gewächshäusern daran, den vielversprechenden Strauch zu kultivieren und kräftige Ableger auf die Kolonien zu verschiffen.

Auf Java und Sumatra wurde schon Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Plantagenanbau begonnen.


1714 erhielt der französische „Sonnenkönig“ Louis XIV. vom Bürgermeister der Stadt Amsterdam einen Kaffeesetzling aus dem botanischen Garten als Geschenk. Ableger dieser Pflanze gelangten in die Karibik, auf französische Besitzungen, von dort zum Teil durch Schmuggel in portugiesische Kolonien. Um 1800 zog sich ein „europäischer Kaffeegürtel“ rund um die Welt.


Kapitän Gabriel de Clieu transportiert empfindliche Kaffeepflanzen aus Amsterdam in die holländischen Kolonien, unbekannter Künstler
Kapitän Gabriel de Clieu transportiert empfindliche Kaffeepflanzen aus Amsterdam in die holländischen Kolonien, unbekannter Künstler

Seinen ersten großen Erfolg feierte der Kaffee in Europa jedoch erst, nach einer großen Niederlage der türkischen Truppen bei der Belagerung Wiens im Jahre 1683.

Die Türken zogen sich geschlagen zurück und hinterließen in Ihrem Lager große Mengen an Kaffee.

Und so geschah es, dass die Österreicher in den Genuss dieses wohl duftenden Getränks kamen und erste Kaffeehäuser eröffneten, in denen Kaffee und Kipferl, ein halbmondförmiges Gebäck, serviert wurden, um den Sieg über die türkischen Invasoren zu feiern.

Die europäischen Nachfolger der „qahweh khaneh“ genannten, antiken arabischen Kaffeehäuser, in denen Kaffee und andere Getränke sowie Gebäck serviert wurden, sind seit dem 18. Jahrhundert weit verbreitet. Hier muss neben Wien und Paris die Vorreiterrolle Venedigs erwähnt werden, wo das Caffe Florian und das Caffe Quadri heute noch Zeugnis des alten Glanzes ablegen, über drei Jahrhunderte Erfolg, in einer Kunst, nämlich der des KAFFEES, die keinen Niedergang kennt.



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